Eigentlich war das nur ne verrückte Idee diese Tour bei den Jungs anzusprechen, nachdem ich den Vorschlag in der aktuellen Zeitschrift der Sektion München-Oberland gesehen hatte. Sage und schreibe 50km, 3400Hm und 15 Stunden Gehzeit sollte diese Tour beinhalten! Komischerweise bin ich da bei Peter und Fabian aber nicht auf taube Ohren gestoßen und nach ein paar Überlegungen hatten wir uns entschlossen das ganze anzugehen. Es sollte eine extreme Wanderung werden über 7 Gipfel, eine Wanderung bei der wir an (und über) unsere Grenzen gehen wollten und sollten. Als wir dann auch noch Martina begeistern konnten mitzukommen waren wir zu viert als wir Samstags morgens um 6.40h am Hauptbahnhof in den Zug Richtung Lenggries stiegen. Eine gute Stunde später ging es als erstes Etappenziel auf das Brauneck (1555m). Im Nachhinein der unschönste Teil der ganzen Tour an Skipisten und Liftanlagen vorbei. Bei den gut 900Hm zum Gipfel galt es seinen Rhytmus zu finden um bloß nicht so früh am Tag unnötig viel Energie zu verlieren. Um 9.45h war der Gipfel erreicht und nach einer kurzen Stärkung ging es flott weiter, schließlich war der Zeitplan eng gestrickt. Auf einem schönen Höhenweg ging es westwärts über Schrödelstein, Stangeneck, Vorderen Kirchstein, Latschenkopf (1712m) und die Achselköpfe zur imposanten Benediktenwand. Teilweise sehr glatte, abgespeckte Felsen, leichte Kletterpassagen und Schneefelder haben das Tempo gedrückt, sodass wir am Gipfel der Benediktenwand (mit 1800m der höchste Punkt der Tour)
Walchenensee gelegen. Leider machten wir es uns unnötig schwer, als wir den Weg verloren und über steile Weidenhänge in der prallen Sonne zum Gipfel stiegen. Oben angekommen waren wir sichtlich geschafft und erste Zweifel über das Gelingen der Wanderung kamen auf. Schließlich hatten wir noch den gesamten Aufstieg zum Herzogstand vor uns. Davor lag aber noch ein steiler und kräftezehrender Abstieg auf 850m Höhe. Gut gestärkt nach Powergels und einigen Hanutas, wissend, dass wir ca. 45 min im Zeitplan zurücklagen, gingen wir den Herzogstand an. Zum Glück auf breitem Fahrweg, der wieder einen gleichmäßigen Rhytmus zugelassen hat. Obwohl wir sonst keine Freunde solcher breiten "Autobahnen" auf die Berge sind, kam sie jetzt genau richtig. So konnten wir in gleichmäßigem aber flottem Tempo das Herzogstandhaus gegen 19.20h erreichen und waren wieder optimistisch, was das Erreichen des Tageszieles anging. Die Stimmung unter uns war deswegen, auch trotz der unglaublichen Anstrengung, weiter positiv und an Witzen und Sprüchen hat es auch heute nicht gemangelt. Nach einem halben Liter Cola und ein paar Schokoriegeln ging es innerhalb von 20 min weiter zum Herzogstandgipfel (1731m) und ohne Pause weiter über einen herrlichen, gefahrlosen Grat zum Heimgarten (1790m), dem letzten Gipfel des Tages. Ich war zwischendurch immer wieder überrascht wie gut das Gehen doch geht, trotz der 13 Stunden, die wir inzwischen in den Beinen hatten. Natürlich haben die Beine geschmerzt und das Absteigen ging lang nicht mehr so flüssig wie noch zu Beginn des Tages, aber im Großen und Ganzen konnten wir selbst am späten
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